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Präsentation des Projektes im Rahmen eines Aktionstages für den Fokus-Wettbewerb 2006

Unsere AG "Elfenbeinküste" begrüßte am 28.04.2006 in der Aula des "Alexander von Humboldt" Gymnasiums den FOCUS- Wettbewerbsbegutachter Herrn Dietrich, die "Freie Presse" Werdau, Herrn Weiß von der Aids-Hilfe Westsachsen e.V., die Schulleitung und drei 7. Klassen des Gymnasiums.

Eingeladen wurde zu einer besonderen Fernsehsendung zum brisanten Thema Aids. Das Programm wurde mit der aktuellen Tagesschau gestartet, Nachrichtensprecher Zielinski veranschaulichte die aktuellsten Aidszahlen auf der ganzen Welt und konzentrierte sich dann auf die beiden Focusländer unserer AG, Deutschland und die Elfenbeinküste. Sofort wurde dem Publikum klar, warum sich die AG das Thema Aids für den diesjährigen FOCUS- Wettbewerb gewählt hatte, in beiden Ländern stiegen 2004 und 2005 die Infektionszahlen und starben jährlich Menschen an Aids.


Die Tagesschau hatte zwei interessante Gäste zum Gespräch eingeladen, Frau Dr. Seidel von "Ärzte ohne Grenzen" und Frau Fröhlich von der Weltgesundheitsorganisation. Dr. Seidel informierte über Aids und den HI-Virus sowie verschiedene Krankheitsstadien. Frau Fröhlich von der WHO berichtete von einer Aidspräventions-Umfrage im Raum Werdau / Zwickau, welche die AG selbst durchgeführt und ausgewertet hatte. Die 60 Befragten verschiedener Altersklassen wussten zu 91% richtig Bescheid, wie man sich mit dem HI-Virus anstecken kann. Falsche Antworten wurden gleich richtig gestellt und somit direkte Aufklärungsarbeit geleistet. Die Ergebnisse zeigten erneut, dass vor allem die Jugendlichen bis 20 Jahre am wenigsten wissen, wie man sich vor einer Ansteckung schützt und genau diese Altersgruppe muss für weitere Aidsaufklärung ins Visier genommen werden.
 
Dies war auch das Ziel des Aktionstages mit den 7. Klassen. Doch bevor die Aidspräventions-Spielrunde beginnen sollte, trat die Theatergruppe "SIDA" in einer Sondersendung zum Thema Aids nach der Tagesschau auf. Sechs mit Masken verkleidete Darsteller bewegten sich durch den Raum. Zwischen den Zuschauerreihen entlang wählten sie ihre Wege zu der Musik von Bruce Springsteen "Streets of Philadelphia".

Dann ging plötzlich die Musik aus und alle blieben im Freece stehen, die schwarz gekleideten Figuren wiesen mit dem Zeigefinger auf die rot gekleidete Darstellerin und wiederholten den Ausspruch "Aids". Sofort ist klar, wovon das pantomimische Theater handelt, eine Person ist HIV positiv und wird von der Gesellschaft ausgegrenzt, ist schwer krank und windet sich vor Schmerzen, wird geschubst und verstoßen. Die Musik läuft weiter, doch immer wieder folgen Stops und kleine Textpassagen. Am Ende ist Aids eine Epidemie, drei Darsteller sterben und niemandem gelingt es mehr, hinter der Maske die Augen zu verschließen.


Die Stimmung in der Aula war sehr bedrückend und sollte aufgelockert werden, es folgte in der Fernsehsondersendung eine Spielshow. Die drei 7. Klassen stellten je einen Teamleiter und schon waren sie mitten im ersten Spiel, "Eins, zwei oder drei, letzte Chance vorbei". Neun Schüler, aus jedem Team drei, konnten ihr Wissen zur Aidsprävention unter Beweis stellen. Die Schüler wechselten zwischen drei farbigen Feldern. Das rote Feld für hohe Ansteckungsgefahr, gelb für geringe Gefahr und grün für keine Ansteckungsgefahr. Vom Spielleiter wurde nun ein Begriff genannt, wie "Mückenstiche", "Geschlechtsverkehr" und "Küssen". Die Spieler mussten daraufhin so schnell wie möglich auf einem der drei Felder zum stehen kommen. Ein Spieler jeder Runde musste seine Entscheidung dem gesamten Publikum erklären, daraufhin wurden Punkte an die Teams vergeben.



Das zweite Teamspiel nannte sich "Aidstabu", die AG hatte sich die Begriffe selbst zusammengestellt. Aus jeder Mannschaft kamen 2 Schüler nach vorn, die dem Publikum nach normalen Tabu- Regeln Begriffe zu den Themen Sexualität und Aids erklären sollten. Gar nicht so einfach, wenn man 5 weitere Wörter nicht benutzen darf und auch noch die Sanduhr läuft. Das Team, welches das Wort richtig erraten hatte, bekam erneut Punkte. Die Stimmung in der Aula wurde immer mitreißender, da jeder für sein Team applaudierte.


Das letzte Teamspiel "Kondom" verlangte einige Fingerfertigkeit. Zwei Schüler aus jedem Team mussten demonstrieren, wie gut sie im Dunkeln Bananen mit Kondomen bestücken können. Dabei wurden verschiedene Fehler gemacht, z.B. wurde das Kondom falsch herum aufgezogen, nur die richtigen Endergebnisse wurden belohnt.
Die Schüler hatten einige Punkte gesammelt und die besten Teams wurden mit einem Herzkuchen und Preisen der Aids-Hilfe Westsachsen e.V. belohnt.

Es war ein erlebnisreicher Aktionstag für die AG und die teilnehmenden Klassen des Gymnasiums. Die drei von der AG entwickelten Aidsspiele werden mit der Spielanleitung in französischer Sprache an die Elfenbeinküste zu den Partnerschülern gesendet. Denn die Intention der AG war vor allem, den ivorischen Schülern Aidsprävention auf spielerische Art und Weise zu ermöglichen.
Mit den entwickelten Spielen werden die Lehrer und Schüler an der Elfenbeinküste Spaß haben, etwas über Aidsprävention zu lernen.