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Werdau, den 9. Oktober 2000
Veranstaltungen der Festwoche:
Rekordversuch mit 70000 bunten Luftballons
Am späten Sonnabendvormittag erhob sich eine
gigantische Traube bunter Luftballons in den Himmel. Rund 70000 der
mit Helium gefüllten Gummibeutel zogen vom Schulsportplatz in
Richtung Zwickau. Von weitem betrachtet erschien das Spektakel wie
eine gewaltige Konfetti-Wolke.
Mit dieser aufwendigen Show will das Gymnasium “Alexander von
Humboldt” ins Guinnessbuch der Rekorde. Allerdings nicht unter der
Rubrik der meisten Luftballons, die jemals an einem Stück in den
Himmel stiegen. Denn diesen Rekord hält seit 1994 ein
Vergnügungspark in Großbritannien. Um die fast unglaublich
anmutende Anzahl von 1.592.744 Ballons zu toppen, hätten die
Pennäler wohl etwas länger sammeln müssen.
Wie vom stellvertretenden Schulleiter Bernd Schmiedel zu erfahren
war, bestünden aber reelle Chancen für die Eintragung in den
Unterrubriken wie “Die meisten Luftballons, die jemals von einer
Schule oder von einem Kleinsportplatz gestartet sind”. Allerdings
mahlen die Mühlen des Guinnessbuches langsam.Erst im April
nächsten Jahres ist Anmeldeschluss, die Bearbeitungszeit der
Anträge kann dann nochmals bis zu einem halben Jahr in Anspruch
nehmen! Wesentlich schneller machten sich da die Schüler ans Werk.
Die Idee kam im Mai dieses Jahres von der damaligen Klasse 10/1.
Quasi als Sommerferien-Hausaufgabe gingen sämtlich Schüler des
Gymnasiums dann bei verschiedenen Firmen und Institutionen auf
Ballonjagd. Während manche nur ein paar Dutzend ergattern konnten,
schoss Tommy Knobloch aus der “Siebten” den Vogel ab: Er
organisierte sagenhafte 18000 Ballons und bescherte damit seinen
Mitschülern der 7/4, die den Rest von etwa 2100 Ballons
beisteuerten, den Sieg in der Klassenwertung - vor der 6/2 mit 14030
und der 8/1 mit 10462 Stück. Sonnabendfrüh um halb sechs begannen
Schüler und Lehrer mit dem Befüllen der Ballons. Haushalten war
dabei oberstes Gebot, denn es standen nur 49 von Sponsoren
gestiftete Flaschen mit Heliumgas zur Verfügung.
Quelle: Freie Presse vom 9. Oktober
2000

Foto: Ralf Rojé
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